Teilprojekt: Entwicklung einer Software zur bedarfsgerechten Versorgung und Optimierung einer Biogasanlage
Entwicklung einer Software zur bedarfsgerechten Versorgung und Optimierung einer Biogasanlage
Prof. Dr. Hans-Joachim Laue, Tierernährung, FH Kiel FB Agrarwirtschaft
April 2009
Die Wirtschaftlichkeit von Biogasanlagen hängt u.a. vom Ertrag an Gas, bzw. Strom und Wärme ab. Neben einer optimierten Umwelt (Temperatur, Säuremuster, anaerobe Verhältnisse u.a.) müssen den Mikroorganismen Futterenergie und alle erforderlichen Nährstoffe (Eiweiß/Stickstoff, Mengenelemente, Spurenelemente und ggf. Vitamine) in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Gleichzeitig ist eine Überversorgung aus Kostengründen zu vermeiden.
Einige Vitamine können von den Mikroben in Eigensynthese hergestellt werden, so dass eine Ergänzung nicht notwendig ist. Die Versorgung mit Mengen- und Spurenelementen muss aber, ähnlich wie bei Rind und Schwein, sichergestellt werden, z. B. durch Ergänzung mit einem passenden Mineralfutter.
Ferner stehen dem Betreiber in Art und Qualität neben Maissilage verschiedene weitere Substrate zur Verfügung, die entweder selbst produziert oder zugekauft werden können. Da nicht nur das Gasbildungsvermögen, sondern auch die Herstellungs- bzw. Einkaufspreise unterschiedlich sind und möglicherweise Interaktionen zwischen verschiedenen Substraten bestehen, ist es das weitere Ziel des Projektes, eine Software zu entwickeln, die mit Hilfe der linearen und ggf. nicht linearen Optimierung den wirtschaftlichen Betrieb der Anlage ermittelt, d. h. die kostengünstigste Substratkombination und Sublimentierung mit Wirkstoffen im Verhältnis zum Gasertrag ermitteln. Dabei soll das Programm auch Grenzkosten errechnen, also Preise, die anzeigen, unter welchen Preisbedingungen eine Futterkomponente in die „Futtermischung“ nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten aufgenommen werden könnte.


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