Teilprojekt: N-Auswaschungspotenzial

Projekttitel:

Auswirkung der Gärrestapplikation auf das N-Auswaschungspotential unterschiedlicher Fruchtfolgen


Ansprechpartner:

Nikolai Sovoboda, Abt. Grünland und Futterbau, Universität Kiel

PD Dr. Antje Herrmann, Abt. Grünland und Futterbau, Universität Kiel

Prof. Dr. Friedhelm Taube, Abt. Grünland und Futterbau, Universität Kiel


Projektbeginn:

Oktober 2006


Projektbeschreibung:

Mit Inkrafttreten des Erneuerbare Energien Gesetzes und insbesondere seit dessen Novellierung im Jahr 2004 besteht ein verstärkter Trend zur Installation von Biogasanlagen auch in Schleswig-Holstein. Im Zuge dessen ist eine Ausweitung des Energiepflanzenanbaus, insbesondere von Mais, zur Nutzung in Kovergärung mit Gülle oder in Monovergärung zu beobachten. Was die Bewertung der Umweltverträglichkeit des Energiepflanzenanbaus hinsichtlich der Emission klimawirksamer Spurengase und Ammoniak, sowie N-Einträgen in die Hydrosphäre betrifft, besteht noch dringender Forschungsbedarf. Dies ist insbesondere angesichts der umzusetzenden EU-Nitrat- und NEC-Richtlinien von allergrößter Relevanz. Ergebnisse eines langjährigen Monitorings zur Grundwasserqualität in Schleswig-Holstein dokumentieren eine konstant hohe Nitratbelastung, die zu einem erheblichen Anteil auf die Art der Landnutzung zurückgeführt wird. Darüber hinaus ist künftig von einer Konzentration des intensiven Energiepflanzenanbaus in den nördlichen Landesteilen auszugehen, also in sensiblen Regionen, die bereits durch eine hohe Viehdichte, auswaschungsgefährdete Böden und relativ hohe Niederschlagsmengen charakterisiert sind.

 

Ziel des geplanten Teilprojektes 5 ist es, eine systematische Analyse und Bewertung des N-Auswaschungspotentials ausgewählter, praxisrelevanter Energiepflanzenproduktionssysteme vorzunehmen. Hierzu wird in der ersten Projektphase ein Feldversuch an zwei Standorten (Karkendamm, Hohenschulen) über 2 Jahre (3 Sickerwasserperioden) durchgeführt, der die Datenbasis zur Quantifizierung der N-Verlustpfade darstellt. Aufbauend darauf werden in Projektphase 2 die N-Ströme mittels eines Modells abgebildet. Dies gestattet die Entwicklung von Optimierungsstrategien für den Energiepflanzenanbau unter den naturräumlichen Gegebenheiten Schleswig-Holsteins (Geest, Hügelland). Der Einsatz von Regionalisierungsverfahren ermöglicht darüber hinaus eine Bewertung des Energiepflanzenanbaus hinsichtlich des Grundwasserschutzes auf regionaler Ebene.


Projektbeschreibung (pdf)



Zukunftsprogramm