Teilprojekt: Ertragspotentialerhöhung von Beta-Rüben

Projekttitel:

Züchterische Maßnahmen zur Erhöhung des Ertragspotentials von Beta-Rüben als Rohstoff für die Biomasseerzeugung


Ansprechpartner:
Prof. Dr. Christian Jung, Dr. Friedrich Kopisch-Obuch,
Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung, Christian-Albrechts-Universität,
Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät

Projektbeginn:
Juni 2009

Projektbeschreibung:
Der Anbau von Biomasserüben stellt in Zeiten eines beständigen Anbaurückgangs von herkömmlichen Zuckerrüben eine wichtige Anbaualternative dar und liefert einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Energiebedarfs durch Biogas. Langfristig kann ein Anbau von Biomasserüben aber nur dann wirtschaftlich sein, wenn deren Ertragsniveau deutlich gesteigert wird. Einen wichtigen Ansatz dafür liefert die Züchtung von Winterzuckerrüben, die bereits im Herbst gesät werden und durch eine längere Vegetationsperiode höhere Erträge liefern. Kritisch für die Entwicklung von Winterzuckerrüben sind eine komplette Unterdrückung des Schossverhaltens beim Anbau, eine Reaktivierung des Schossens für die Saatgutproduktion und eine ausreichende Frosttoleranz. Während sich die Frosttoleranz mit klassischen Züchtungsmethoden verbessern lässt, erfordert die Kontrolle des Schoss- und Blühverhalten den Einsatz gentechnischer Methoden. Einige Gene, die bei der Regulierung des Schoss- und Blühverhaltens eine entscheidende Rolle spielen, sind in laufenden Arbeiten der Universität Kiel bereits identifiziert worden und stehen für die Erzeugung gentechnisch veränderter Pflanzen zur Verfügung. In dem Projekt sollen frosttolerante Beta-Genotypen selektiert werden. Parallel dazu werden schossresistente Zuckerrüben entweder durch Mutationsauslösung oder Gentransfer erzeugt. Diese Rüben werden molekular und phänotypisch unter Gewächshausbedingungen eingehend charakterisiert. Geeignete Pflanzen für einen Freilandversuch werden selektiert, um später die Anbaueignung unter Schleswig-Holsteinischen Umweltbedingungen zu prüfen. Ausgehend von diesen Rüben wird ein System zur Kontrolle der Schossneigung etabliert, um damit Züchtung und Saatguterzeugung zu ermöglichen.


Die Zielsetzung des Projektes besteht darin, Zuckerrüben-Prototypen zu erzeugen, die für den Anbau als Winterrüben unter den Bedingungen Schleswig-Holsteins geeignet sind. Sie sollen neben einer induzierbaren Schossneigung auch über genügend Winterhärte verfügen. Dabei handelt es sich um gentechniseh veränderte Pflanzen, weswegen eine eingehende Prüfung der Rüben unter Gewächshausbedingungen notwendig ist. In dem Projekt sollen frosttoleninte Beta-Genotypen selektiert werden. Parallel dazu werden schossresistente Zuckerrüben entweder durch Mutationsauslösung oder Gentransfer erzeugt. Diese Rüben werden molekular und phänotypisch unter Gewächshausbedingungen eingehend charakterisiert. Geeignete Pflanzen für einen Freilandversuch werden selektiert, um später die Anbaueignung unter Schleswig-Holsteinischen Umweltbedingungen zu prüfen. Ausgehend von diesen Rüben wird ein System zur Kontrolle der Schossneigung etabliert, um damit Züchtung und Saatguterzeugung zu ermöglichen.



Zukunftsprogramm Wirtschaft mit Text

 

Das Kompetenzzentrum Biomassenutzung in Schleswig-Holstein wird im Rahmen des Zukunftsprogramms Wirtschaft (ZPW) des Landes Schleswig-Holstein im Handlungsfeld Investitionen in FuE-Infrastrukturen sowie Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union gefördert. In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 – 2013 rund 662,3 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 208 Millionen Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) sowie ergänzende Landesmittel in Höhe von rund 80,3 Millionen Euro.